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05. Mai 2021 - Mobiles Arbeiten

Neue Dienstvereinbarung in Kraft


Zum 01.05.2021 trat eine neue Dienstvereinbarung bei uns in Kraft. Diese regelt den Umgang mit mobilem Arbeiten bei der BGBW.
Der Vorstand und der Gesamtpersonalrat bekennen sich zu dem Vorhaben, mobiles Arbeiten aktiv zu unterstützen und damit die Unternehmenskultur nachhaltig zu verändern.
Verfolgt werden damit unsere Unternehmensziele, unseren Mitarbeitenden einen größeren individuellen Gestaltungsspielraum zu ermöglichen sowie mehr Sicherheit und Flexibilität in Planung von beruflichen und privaten Anforderungen zu geben.
Grundlage für die Dienstvereinbarung ist beidseitiges Vertrauen zwischen Mitarbeitenden und Führungskräften.


» Wir sind stolz, dass wir durch unsere neue Dienstvereinbarung den Mitarbeitenden der BGBW mehr Flexibilität ermöglichen können. In Zeiten der Pandemie wird unseren Mitarbeitenden viel abverlangt und so haben wir unsere Digitalisierungsstrategie im vergangenen Jahr rasant vorangetrieben.
Unsere Klientinnen und Klienten sollen die bestmögliche Betreuung erhalten. Dies gelingt am besten, wenn die Mitarbeitenden Ihre zur Verfügung stehende Zeit optimal nutzen können, um den Anforderungen besser gerecht werden zu können. «

Volkmar Körner, Vorstand
Bewährungs- und Gerichtshilfe
 Baden-Württemberg


11. Februar 2021 - Bewährungshilfe

Veränderungs-Ermutiger


Veränderung bedeutet einen Neuanfang zu wagen.
Dies ist teils auch anstrengend, so dass es sinnvoll ist, Veränderungen in kleinen
Schritten anzugehen, die bewältigbar erscheinen. Etappenerfolge sind dann kleine Highlights auf dem Weg zum letztendlichen Ziel, der Veränderung. Unsere haupt- und ehrenamtlichen Bewährungshelferinnen und Bewährungshelfer erarbeiten gemeinsam mit unseren Klientinnen und Klienten Ziele und entsprechende kleine Etappenziele und Arbeitsschritte dazu. Sie ermutigen den neuen Weg einzuschlagen und motiviert an der Veränderung zu arbeiten.

Wir unterstützen unsere Klientinnen und Klienten dabei neue Perspektiven einzunehmen, um sich verändern zu können und sich selbst neue Perspektiven schaffen zu können.

Erfahren Sie hier mehr über die Arbeit in der Bewährungshilfe.


» Wenn es keine Veränderung gäbe, wäre alles Leben erstarrt.
Somit ist Veränderung etwas Schönes und Positives und kann Energien aktivieren.
Das Leben besteht aus Veränderungen, die uns reifen lassen. 
«

Rolf Fröscher, Bewährungshelfer
Bewährungs- und Gerichtshilfe
 Baden-Württemberg


05. Februar 2021 - Ehrenamtliche Bewährungshilfe

Welt-Verbesserin



Unsere haupt- und ehrenamtlichen Bewährungshelferinnen und Bewährungshelfer setzen sich täglich dafür ein, dass unsere Welt ein Stück besser und sicherer wird. Täterarbeit ist auch Opferschutz.
Unser Ziel ist es, dass unsere Klientinnen und Klienten sich eine neue Welt und ein neues Leben erarbeiten können und einen neuen Blick auf sich selbst.
Oft kennen sie nur eine Welt der Misserfolge, der Gewalt, der Überforderung.
Ihnen aufzuzeigen, dass es auch anders geht und sie sich eine neue Welt schaffen können und dadurch auch die Welt anderer Menschen positiv verändern können, das treibt uns an.
Gemeinsam kann viel bewegt werden. Eine lebendige Gesellschaft braucht Engagement.

Erfahren Sie hier mehr über das Engagement
in der ehrenamtlichen Bewährungshilfe.


» Sich ehrenamtlichen zu engagieren bedeutet, sich Menschen zu widmen, die Hilfe dringend benötigen und sonst keinerlei weitere Anlaufstellen haben. Gerade deshalb sind Ehrenämter für die Gesellschaft so wichtig.
Ich persönlich habe mich für den Bereich "Resozialisierung" entschieden, da jeder Mensch eine zweite Chance verdient und es mir besonders am Herzen liegt, dass jedem einzelnen die dafür erforderliche Hilfe gegeben wird. Zu sehen, wie die Klienten ihr Leben nach und nach wieder strukturieren, macht mich glücklich. «

Sophia Lampater, ehrenamtliche Bewährungshelferin
Bewährungs- und Gerichtshilfe
 Baden-Württemberg


27. Januar 2021 - Bewährungshilfe

Perspektiven-Wechslerin


Eine Situation kann immer aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden. Meist haben wir unseren subjektiv geprägten Blick auf Situationen. Die Perspektive zu wechseln kann sehr hilfreich sein, um blinde Flecken zu entdecken und die Sichtweise zu erweitern und zu verändern.
Perspektivwechsel sind auch in der Betreuung wichtig, um Täterinnen und Tätern vor Augen zu führen, was ihre Taten bei ihrem Gegenüber ausgelöst und mit welchen Ängsten und Folgen die Geschädigten nun zu kämpfen haben.

Was bedeutet es zum Beispiel für jemanden bei dem eingebrochen wurde, weiterhin in dieser Wohnung zu leben? Oder welche Auswirkungen haben Diebstähle auf Unternehmen?
Wie ist es für meine Angehörigen mich vor Gericht zu sehen?
In jedem Deliktbereich gibt es Geschädigte und oftmals massive Auswirkungen von Straftaten.

Wir unterstützen unsere Klientinnen und Klienten dabei neue Perspektiven einzunehmen, um sich verändern zu können und sich selbst neue Perspektiven schaffen zu können.

Erfahren Sie hier mehr über die Arbeit in der Bewährungshilfe.


» Sich in die Geschädigten hineinversetzen bedeutet Opferempathie entwickeln und sich aktiv mit der Tat auseinanderzusetzen. Häufig sind Täterinnen und Tätern die Ausmaße/Auswirkungen ihrer Taten nicht bewusst und sie sind oftmals erschrocken, zu was sie fähig waren. Dies ermöglicht Reflexion über das eigene Tun, die (Hinter-)Gründe und bereitet die Basis für eine gelingende Resozialisierung und Rückfallvermeidung. «

Lina Iden, Bewährungshelferin
Bewährungs- und Gerichtshilfe
 Baden-Württemberg


26. Januar 2021 - INSIGHTS

Studium und Praktikum bei uns


2019 konnte die BGBW - Dank dem großen Engagement unserer Anleiterinnen und Anleiter und der Organisation in unseren neun Einrichtungen in Baden-Württemberg - 82 Praktikantinnen und Praktikanten ein Praktikum oder eine Hospitation ermöglichen und 22 Personen ein Duales Studium. 
Trotz der Pandemie wurde auch 2020 19 Praktikantinnen und Praktikanten ein Einblick in unsere Arbeit ermöglicht und die DHBW Studierenden sind auf die Zahl von 23 gewachsen.

Einen großen Dank möchten wir allen beteiligten Mitarbeitenden aussprechen, die an der Erstellung unseres Praktikantenkonzepts und den Ausbildungsplänen mitgewirkt haben.


» Menschen gut auszubilden bedeutet für uns Perspektive und ist zudem ein geeignetes Mittel, den drohenden Fachkräftemangel abzuwenden. 
Dafür machen wir uns stark.
Wir sind sehr stolz, dass wir seit Jahren Menschen auf ihrem beruflichen Weg ausbilden und begleiten dürfen. Für eine qualitativ hochwertige Ausbildung unserer DHBW-Studierenden haben wir ein Ausbildungskonzept mit Anleiterinnen und Anleitern erarbeitet. Dieses Konzept sichert die Qualität unserer Ausbildung. «

Ann-Katrin Müller, Zentralbereich Personal und Personalentwicklung
Bewährungs- und Gerichtshilfe
 Baden-Württemberg


21. Januar 2021 - Ehrenamtliche Bewährungshilfe

Mut-Macherin


Eine Straftat zu begehen, das erfordert oft Mut aber ist oft auch einer hilflosen Lage geschuldet. Unsere Klientinnen und Klienten haben bestimmte Muster erlernt oder sich aneignet, um mit Problemen umzugehen.
Diese Muster zu durchbrechen und neue Wege zu gehen, erfordert viel Mut. Oft tauchen auf dem neuen Weg Schwierigkeiten auf und die Hoffnung und Kraft schwindet.
In diesen Situationen ist es sehr wichtig, dass man Menschen an seiner Seite hat, die an einen glauben und die einen motivieren. Die Familie, Partner, Freunde, Arbeitgeber oder eben auch die Bewährungshelferin oder den Bewährungshelfer.

Ulrike ist eine von über 600 Ehrenamtlichen in Baden-Württemberg, die sich bei der BGBW dafür einsetzen, unseren Klientinnen und Klienten Mut zu machen, wenn dieser fehlt.
Diese Investition von Hoffnung und Zeit macht unsere Gesellschaft lebendiger, sicherer und ebnet neue, straffreie Wege.

Erfahren Sie hier mehr über das Engagement
in der ehrenamtlichen Bewährungshilfe.


» Es ist ein gutes Gefühl, die Verantwortung in diesem Ehrenamt zu spüren, dass ich einen Teil dazu beitrage, die Gesellschaft davor zu schützen, dass Straffällige neue Straftaten begehen können. Dies steht und fällt mit der Motivation der Klienten und es dabei sehr wichtig, ihnen Mut zu machen, dass sie ihre „Zweite Chance“ wahrnehmen und aus eigener Kraft straffrei leben. Dafür brauchen sie mutmachende Unterstützer! «

Ulrike Walter, ehrenamtliche Bewährungshelferin
Bewährungs- und Gerichtshilfe
 Baden-Württemberg


19. Januar 2021 - Bewährungshilfe

Handlungsalternativen-Trainerin


Im Rahmen der Betreuung in der Bewährungshilfe geht es immer um den Blick zurück. Was möchte ich nicht mehr? Was ist schief gelaufen und warum?
Aber auch um den Blick nach vorn. Was möchte ich stattdessen?
Was habe ich schon geändert, was hat mir in früheren Situationen schon geholfen und was will ich noch ändern? Wie kann die Veränderung gelingen und wer kann mir dabei helfen, dass ich das neue Verhalten dauerhaft integrieren kann?
All diese Fragen gilt es sich genauer anzuschauen und daraus Handlungsalternativen zu erarbeiten und einen Plan, wie das neue Leben gelingen kann. Nina Heller arbeitet schon viele Jahre in der Straffälligenhilfe und unterstützt die Menschen dabei Handlungsalternativen einzuüben. Seit 2010 bietet sie auch ein Gruppenangebot für Frauen mit Diebstahlproblematik in Stuttgart an.

Erfahren Sie hier mehr über die Arbeit in der Bewährungshilfe.


» Was möchte ich nicht mehr? Was stattdessen? 
Wie kann ich das zukünftig umsetzen?
Diese Fragen gehen wir in der „Diebstahlgruppe“ an, das mache ich allerdings auch in der Tataufarbeitung mit all meinen anderen Klientinnen und Klienten. Parallel dazu eingewoben werden auch die Themen wie Stressabbau und Zufriedenheit. «

Nina Heller, Bewährungshelferin
Bewährungs- und Gerichtshilfe
 Baden-Württemberg


14. Januar 2021 - Bewährungshilfe

Verantwortungs-Trainerin


Sich mit dem Thema Verantwortung auseinanderzusetzen, ist ein wesentlicher Baustein auf dem Weg in ein straffreies Leben.
Wir alle tragen Verantwortung. Verantwortung für unser Leben aber auch Verantwortung für unsere Gesellschaft und das Miteinander.
Für unsere Klientinnen und Klienten ist es wichtig, Verantwortung für die Vergangenheit zu übernehmen aber auch für ihre straffreie Zukunft.
Es geht darum, sich den kurzfristigen und langfristigen Folgen einer Handlung bewusst zu werden und Verantwortung für die Straftaten zu übernehmen und ein neues Lebenskonzept zu erarbeiten.
Verantwortung bedeutet auch die Auflagen und Weisungen zu erfüllen, gemeinnützige Arbeit zu leisten oder zum Beispiel Schmerzensgeld zu zahlen, um für die Geschädigten und die Gesellschaft eine „Wiedergutmachung“ zu leisten.

Erfahren Sie hier mehr über die Arbeit in der Bewährungshilfe.


» Im Rahmen der Betreuung werden die Folgen der Straftat (emotional, physisch und materiell) ausführlich aufgearbeitet und die Verantwortlichkeit besprochen. Es werden alternative Handlungs- und Verhaltensmuster erarbeitet, für welche die Klientin oder der Klient in Zukunft Verantwortung zeigen und übernehmen möchte.
Mich inspiriert ein Zitat von Dante hierzu sehr:
„Der Weg zum Ziel beginnt an dem Tag, an dem du die hundertprozentige Verantwortung für dein Tun übernimmst." «

Patricia Schäfer, Bewährungshelferin
Bewährungs- und Gerichtshilfe
 Baden-Württemberg


12. Januar 2021 - Ehrenamtliche Bewährungshilfe

Neubeginn-Ermöglicher


Einen Neubeginn ermöglicht zu bekommen, ist eine große Chance. Wir kennen das zum Beispiel am Jahresanfang, neues Jahr, neue Chance, neue Vorsätze. Noch einmal neu anzufangen, das fühlt sich gut an und eröffnet neue Wege und Möglichkeiten. Dennoch ist ein Neubeginn auch mit Kraft und Anstrengung verbunden. Es bedeutet sich neue Ziele zu setzen und an ihnen zu arbeiten und das ist nicht immer leicht. Wer kennt das nicht, ein paar Kilo abnehmen, das Rauchen aufhören… klingt alles einfacher als es ist.

Für unsere Klientinnen und Klienten bedeutet ein Neubeginn die Chance auf ein straffreies Leben. Ein Leben mit neuen Chancen. Aber auch einen Kraftakt. Deshalb benötigen sie oft Unterstützung auf dem neuen Weg.

Unsere hauptamtlichen und ehrenamtlichen Bewährungshelferinnen und Bewährungshelfer geben hier Orientierung und setzen sich dafür ein, dass der Neubeginn gelingt. Wir wünschen unseren Klientinnen und Klienten viel Kraft und Erfolg auf dem Weg in ein neues Leben und uns allen eine Gesellschaft in der Resozialisierung gelingt.
So wird unsere Gesellschaft ein Stück sicherer und verhindert neue Opfer.

Unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (hauptamtlich und ehrenamtlich) sowie unseren Kooperationspartnern und Unterstützern danken wir für ihren Einsatz und wünschen allen ein gesundes, zufriedenes und glückliches Jahr 2021!

Erfahren Sie hier mehr über das Engagement
in der ehrenamtlichen Bewährungshilfe.


» Resozialisierung ist wichtig, weil dies für unsere Klientinnen und Klienten oft die einzige Möglichkeit ist, sich wieder in die Gesellschaft einzufügen. Oft ist das familiäre Umfeld keine Stütze und sie brauchen jemanden an ihrer Seite. Jeder Mensch hat das Recht, einen Neubeginn zu versuchen und mit der Vergangenheit abschließen zu dürfen. «

Adrian Copitzky, ehrenamtlicher Bewährungshelfer
Bewährungs- und Gerichtshilfe
 Baden-Württemberg


22. Dezember 2020 - Ehrenamtliche Bewährungshilfe

Zeit-Spender


Veränderungen benötigen Zeit. In der Betreuung unserer Klientinnen und Klienten nehmen wir uns diese Zeit. Zeit um Zuzuhören, Zeit um zu motivieren, Zeit um zu unterstützen.
Außerdem geht es auch darum, Zeit sinnvoll zu gestalten und mit unseren Klientinnen und Klienten eine Tagesstruktur zu erarbeiten oder Freizeitgestaltung.
Zeit ist ein wertvolles Gut. Dass im Ehrenamt freiwillig Zeit in sie und die Resozialisierung investiert wird, das erleben unsere Klientinnen und Klienten als sehr
positiv.

Klaus ist bereits seit über 10 Jahren ehrenamtlich bei der Bewährungshilfe tätig und investiert jeden Monat ca. acht bis neun Stunden seiner Freizeit.

Erfahren Sie hier mehr über das Engagement
in der ehrenamtlichen Bewährungshilfe.


» Für mich ist dieses Ehrenamt eine Möglichkeit eine Beziehung zu Menschen aufzubauen, mit denen ich normalerweise nicht in Kontakt komme. Ich kann einen Beitrag leisten zur Verhinderung neuer Straftaten und unterstützen bei der Nutzung einer zweiten Chance.
Das Zitat von Ernst Ferstl „Zeit die wir uns nehmen, ist Zeit, die uns etwas gibt“ steht für mich symbolisch für mein Ehrenamt. «

Klaus Nägele, ehrenamtlicher Bewährungshelfer
Bewährungs- und Gerichtshilfe
 Baden-Württemberg


17. Dezember 2020 - Bewährungshilfe

Vorurteils-Abbauerin


Vorurteile setzen Grenzen, stoppen Entwicklung und verhindern Gemeinschaft.
Resozialisierung und ein friedliches Miteinander kann nur gelingen, wenn wir unser Gegenüber nicht in Kategorien einteilen, sondern positiv auf die Ressourcen schauen und dann unterstützen.
Nur so kann eine positive Veränderung auf allen Ebenen gelingen.

Erfahren Sie hier mehr über die Arbeit in der Bewährungshilfe.


» Klientinnen und Klienten der Bewährungshilfe sehen sich immer wieder mit gesellschaftlichen Vorurteilen konfrontiert und erleben dadurch Einschränkungen. Gleichzeitig nehme ich wahr, dass auch die Klientinnen und Klienten gegenüber der Bewährungshilfe oder der Justiz Vorbehalte haben. Damit Resozialisierung gut gelingen kann, ist für mich die Auseinandersetzung, das Hinterfragen und der Abbau von Vorurteilen wichtig. So kann die Bewährungshilfe eine gewinnbringende Arbeit leisten. «

Annika Lay, Bewährungshelferin
Bewährungs- und Gerichtshilfe
 Baden-Württemberg


09. Dezember 2020 - Ehrenamtliche Bewährungshilfe

Motivations-Trainerin


Arbeit oder Wohnung finden, Sucht bekämpfen, Schulden in den Griff bekommen, Aggressionen bewältigen - die Herausforderungen unserer Klientinnen und Klienten sind vielfältig.

Damit der Neuanfang gelingen kann, brauchen sie Kraft und Ausdauer und vor allem viel Motivation. Im Rahmen der Betreuung wird viel Motivationsarbeit geleistet.

Erfahren Sie hier mehr über das Engagement
in der ehrenamtlichen Bewährungshilfe.


» Ich helfe gern dabei, die Motivation zu finden und das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. «

Josephine Lösel, ehrenamtliche Bewährungshelferin 
Bewährungs- und Gerichtshilfe
 Baden-Württemberg


07. Dezember 2020 - Bewährungshilfe

Zweite-Chance-Geber


Resozialisierung kann nur gelingen, wenn wir bereit sind Menschen eine zweite Chance zu geben. Resozialisierung sehen wir als gesamtgesellschaftliche Aufgabe.

Die zweite Chance gibt es nicht geschenkt. Sie bedeutet auch für die Klientinnen und Klienten, dass sie sich selbst eine zweite Chance geben und motiviert am neuen Lebenskonzept mitarbeiten.
Wichtig ist aber auch, dass die Gesellschaft eine zweite Chance ermöglicht. Ohne Schulabschluss oder mit Lücken im Lebenslauf eine Chance auf einen Job? Mit SCHUFA-Einträgen die Chance auf Wohnraum?
All das sind große Herausforderungen und die Klientinnen und Klienten brauchen auch hier eine zweite Chance! Wenn Resozialisierung gelingt, haben wir eine zweite Chance gegeben, die Klientinnen und Klienten motiviert an der Veränderung gearbeitet und wir alle unsere Welt ein bisschen sicherer und besser gemacht. Täterarbeit ist Opferschutz.

Erfahren Sie hier mehr über die Arbeit in der Bewährungshilfe.


» Wenn die Menschen daran arbeiten und ihr Verhalten überdenken und reflektieren, hat jeder Mensch eine zweite Chance verdient. Denn auch „gute“ Menschen treffen „schlechte“ Entscheidungen, was allerdings nicht gleichzeitig bedeutet, dass es schlechte Menschen sind. 
Fehler gehören zum Menschsein dazu. «

Stefan Bantle, Bewährungshelfer 
Bewährungs- und Gerichtshilfe
 Baden-Württemberg


02. Dezember 2020 - Ehrenamtliche Bewährungshilfe

Perspektiven-Geber


Sackgasse Straffälligkeit? In der Betreuung unserer Klientinnen und Klienten ist es uns wichtig ihnen aufzuzeigen, dass auch eine andere Perspektive möglich ist.
Dinge gemeinsam unterschiedlich zu betrachten und neue Perspektiven geben, das ist ein wichtiger Inhalt unserer Arbeit.
Nachhaltige Betreuung auf dem Weg in ein straffreies Leben.

Werner sieht in seiner ehrenamtlichen Tätigkeit eine "win-win Situation". Er hat eine sinnvolle Aufgabe in seiner Freizeit und kann die Klientinnen und Klienten unterstützen und somit ihnen aber auch der Gesellschaft etwas zurückgeben.

Erfahren Sie hier mehr über das Engagement
in der ehrenamtlichen Bewährungshilfe.


» Mir gefällt der Spruch 'Take it easy'. So versuche ich stets positiv zu denken, Ruhe zu bewahren und ruhig zu bleiben und so den Klientinnen und Klienten Halt, Orientierung und eine Perspektive zu geben. «

Werner Tiedemann, ehrenamtlicher Bewährungshelfer 
Bewährungs- und Gerichtshilfe
 Baden-Württemberg


27. November 2020 - Bewährungshilfe

Opferempathie-Trainerin


Oft ist den Täterinnen und Tätern nicht bewusst, welche Konsequenzen ihre Straftaten im Leben ihrer Opfer haben. Sie sehen meist nur ihre eigene Situation und die Umstände in die sie geraten sind.

Sich in die Lage des Opfers hineinversetzen zu können, kann und muss mit Hilfe von verschiedenen Fragetechniken erlernt werden. Es geht hier also um das Erlernen von Empathiefähigkeit.

Bei einem Einbruch zum Beispiel sieht die Täterin oder der Täter zunächst oft nicht, welche weitreichenden Konsequenzen dies für die Betroffenen haben kann. Ihr oder ihm ging es dabei vielleicht vorrangig um die Bereicherung und es gab aus ihrer/ seiner Sicht vielleicht gar keine Opfer, da die Wohnung zu diesem Zeitpunkt leer und niemand zuhause war.

Es geht also bei allen Delikten darum, zunächst zu beleuchten, wer alles mit den Konsequenzen der Tat leben muss und was dies bedeutet.
So entsteht eine gewisse Sensibilität und eine neue Sicht auf die Umstände, was zur Vermeidung von neuen Straftaten beitragen kann.

Simone hat sich auch schon in Kolumbien für Opferempathie-Trainings in den Gefängnissen eingesetzt. Hier finden Sie einen interessanten Artikel dazu.


25. November 2020 - Karriere

Virtueller Karrieretag


Die Corona-Pandemie stellt uns privat aber auch im Arbeitsleben vor neue Herausforderungen. Ein normaler Arbeitsalltag ist in diesen Zeiten oft nicht gegeben und verlangt von den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern aber auch von den Arbeitgebern Flexibilität. Wir bei der BGBW unterstützen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach Kräften, um unter Berücksichtigung flexibler Lösungen gute Arbeitsbedingungen zu schaffen und die Betreuung unserer Klientinnen und Klienten zu gewährleisten.

Die Studierenden sind unsere Zukunft.
Auch für Studierende sind es besondere Umstände, da Präsenz- und Infoveranstaltungen nahezu vollständig abgesagt wurden.
Die Hochschule Ravensburg-Weingarten hat in diesem Jahr zu einer Onlineveranstaltung eingeladen und wir, als BGBW, waren begeistert uns in diesem Rahmen virtuell vorstellen zu können. Wir sind froh über die Möglichkeit die neuen Medien nutzen und neue Wege gehen zu können.
So fand vom 9.-11. November an der Hochschule Ravensburg-Weingarten der virtuelle Karrieretag statt. Wir waren dabei! Frau Feith und Frau Müller vom Zentralbereich Personal und Personalentwicklung der BGBW haben den Studierenden unser Arbeitsfeld vorgestellt.

|mehr zum Thema|


» Es war sehr spannend zu erfahren, welche Haltung, Vorstellung und großes Interesse junge Studierende gegenüber der Straffälligenhilfe haben. Es war ein angeregter, sehr kommunikativer und wertvoller Austausch. «

Carina Feith, Zentralbereich Personal und Personalentwicklung 
Bewährungs- und Gerichtshilfe
 Baden-Württemberg


23. November 2020 - Ehrenamtliche Bewährungshilfe

Ressourcen-Förderer


Als Bewährungshelferin oder Bewährungshelfer hat man zweit große Aufgabenbereiche: Hilfe und Kontrolle.
Es geht also darum, das Risiko für neue Straftaten zu minimieren und die Klientinnen und Klienten zu unterstützen ihre Ressourcen zu stärken und ihre Einstellungen zu überdenken und zu verändern.
Oft sind die Lebenswege unserer Klientinnen und Klienten gezeichnet von Rückschlägen und vom Scheitern. Sie zu ermutigen, dass sich Dinge verändern können und den Blick auch auf ihre Ressourcen zu lenken, diese zu nutzen und auszubauen ist sehr wichtig, damit Resozialisierung gelingen kann.
Neben unseren hauptamtlichen Bewährungshelferinnen und Bewährungshelfer haben wir auch ehrenamtliche Unterstützung. Norbert ist einer von über 600 Ehrenamtlichen und setzt seine Freizeit für die Resozialisierung ein. 

Erfahren Sie hier mehr über das Engagement
in der ehrenamtlichen Bewährungshilfe.


» Ich bin, was ich denke….
Leit- und Glaubenssätze von Menschen lassen sich verändern. Jeder Mensch kann, wenn der Leidensdruck stark genug ist, das aktuelle Buch seines Lebens zuklappen und ein neues unbeschriebenes Buch hervorholen, um sein Leben ab heute neu zu schreiben.
Ziele meiner Arbeit mit Klientinnen und Klienten sind ein besseres Selbstbewusstsein, Empowerment und die Reflexion eigener Stärken und Ressourcen. Unbewusste Ressourcen fördern und neue Ressourcen zu aktivieren, spornt die Klientinnen und Klienten an und sie erleben eine nie gekannte Selbstwirksamkeit und Motivation. «

Norbert Gürtler, ehrenamtlicher Bewährungshelfer 
Bewährungs- und Gerichtshilfe
 Baden-Württemberg


20. November 2020 - Bewährungshilfe

Resilienz-Förderin


Resilienz bedeutet die Fähigkeit schwierige Situationen im Leben zu überstehen, ohne dauerhaft beeinträchtigt zu sein. Resilientes Verhalten ist erlernbar.
Es umfasst verschiedene Strategien, die dabei helfen Dinge emotional zu bewältigen oder auch ein Ziel fokussiert zu verfolgen. Es geht also darum unsere Klientinnen und Klienten zu ermutigen, an ihre Stärken und Ressourcen zu glauben und gestärkt aus Krisen hervorzugehen.
Die Selbstwirksamkeitserwartung wird durch Wertschätzung gestärkt und eine gemeinsame machbare Zielplanung erarbeitet. Es werden Ressourcen genutzt, erweitert und neue Strategien erlernt.

Dabei möchten wir unsere Klientinnen und Klienten unterstützen, damit sie ein straffreies Leben führen können. Dies wiederum verhindert neue Opfer und macht unsere Gesellschaft ein Stück sicherer. 

Erfahren Sie hier mehr über die Arbeit in der Bewährungshilfe.


» In meiner Arbeit als Bewährungshelferin ist es mir wichtig meinen Klientinnen und Klienten immer wieder zu vermitteln, dass ich an sie und ihre Ressourcen glaube und auch ihre positiven Seiten sehe.
Menschen, die sich ermutigt fühlen, können so zuversichtlicher Veränderungsschritte wagen. «

Bettina Veit, Bewährungshelferin 
Bewährungs- und Gerichtshilfe
 Baden-Württemberg


16. November 2020 - Bewährungshilfe

TATAUFARBEITER

im Bild: Matthias Klaiber, Bewährungshelfer, Bewährungs- und Gerichtshilfe Baden-Württemberg

Das Ziel der Arbeit im Rahmen der Bewährungshilfe ist auf die zukünftige Straffreiheit der Klientinnen und der Klienten gerichtet.
Im Rahmen der Tataufarbeitung rekonstruieren wir zusammen mit der Klientin oder dem Klienten das Delikt und versuchen gemeinsam neue Handlungsalternativen zu erarbeiten.

Das Ziel ist hier vor allem auch die Verantwortungsübernahme zu fördern und ein breiteres Verständnis für die Konsequenzen der Tat zu erarbeiten. So können beispielsweise fünf Minuten des Tatgeschehens ganze Jahre an Konsequenzen mit sich ziehen.
Es geht also darum sichtbar zu machen, welche Entscheidungen zu welchen langfristigen Konsequenzen führen. Oft sind unseren Klientinnen und Klienten die Folgen der Tat zunächst gar nicht bewusst.

Die Erarbeitung der strafrechtlichen Vergangenheit bei der Bewährungshilfe ist ein wichtiger Baustein, damit Resozialisierung gelingen kann. Es werden konkrete Alternativen erarbeitet und zukünftige Risikosituationen sollen dadurch schneller erkannt werden. 

Erfahren Sie hier mehr über die Arbeit in der Bewährungshilfe.


13. November 2020 - Ehrenamtliche Bewährungshilfe

Zurück ins Leben


Herbert Brenner ist ehrenamtlicher Bewährungshelfer bei der BGBW und setzt sich im Raum Schwetzingen bereits seit über vier Jahren für die Resozialisierung ein.
Unterstützt wird er hierbei von seiner Teamleiterin Anna Abraham.
Wir freuen uns über den Artikel von Catharina Zelt (caz), der diese Woche in der Schwetzinger Zeitung erschienen ist.

Mehr über die Arbeit von Herbert Brenner erfahren Sie im folgenden Artikel:


Quelle: Mannheimer Morgen Großdruckerei und Verlag GmbH (Schwetzinger Zeitung)


11. November 2020 - Bewährungshilfe

REFLEXIONS-Trainer


Damit Resozialisierung gelingen kann, muss eine Reflexion des Geschehen und des Verhaltens erfolgen. So übernimmt die Bewährungshelferin oder der Bewährungshelfer im Rahmen der Betreuung auch die Aufgabe als „Reflexions-Trainerin oder -Trainer“ und unterstützt die Klientin oder den Klienten dabei, alte Verhaltensmuster zu durchbrechen und damit einen neuen Weg in ein straffreies Leben einzuschlagen. 

Erfahren Sie hier mehr über die Arbeit in der Bewährungshilfe.


» Sein Verhalten zu reflektieren, bedeutet über sich selbst nachzudenken. Über die Frage, was die Gründe für Verhaltensmuster sind. Oft geschieht eine Reflexion bei Täterinnen und Tätern zu deren Selbstschutz nicht von selbst. Unter Anleitung kann im Rahmen der Bewährungshilfe trainiert werden, sich selbst einen Spiegel vorzuhalten.
In vielen Fällen geschieht dies erstmals überhaupt.
Zur Reflexion gehören dabei die Betrachtung der Ursachen und Wirkungen des eigenen Handelns, nicht nur für die Geschädigten, sondern auch für deren Umfeld, für die Gesellschaft und nicht zuletzt für die Klientinnen und Klienten selbst und deren/dessen sozialer Umgebung. «

Thomas Eisenhofer, Bewährungshelfer 
Bewährungs- und Gerichtshilfe
 Baden-Württemberg


22. Oktober 2020 - Bewährungshilfe

Zweite Chance - aber nicht geschenkt!

Im Bild: Angela Thieme (vorne) und Miriam Ernst, zwei unserer Stiftungsbeauftragten bei der BGBW


Ein ehemaliger JVA-Insasse berichtet über seine Schuldensanierung durch die Traugott-Bender-Stiftung und wie diese sein Leben verändert.

Herr C. ist 60 Jahre alt und hat vier Jahre seines Lebens in einer Justizvollzuganstalt verbracht. Anschließend wurde seine Reststrafe zur Bewährung ausgesetzt. Nun besucht er alle vier Wochen seine Bewährungshelferin und nimmt seine Gespräche zuverlässig wahr.
Herr C. hat einen großen Berg Schulden, der ihn sehr belastet. In unserem Interview erzählt er uns, wie ihm die Traugott-Bender-Stiftung hilft, eine neue Perspektive zu erarbeiten und wie sich diese Hilfe auf viele Bereiche seines Lebens auswirkt.

Wann haben Sie das erste Mal von der Traugott-Bender-Stiftung erfahren?
Das erste Mal habe ich im Vollzug von der Stiftung gehört, da andere Insassen mit sehr langen Haftstrafen in Kontakt mit den Mitarbeitenden der Stiftung waren, um ihre Schulden zu bearbeiten.

Wann kamen Sie dann in direkten Kontakt mit der Stiftung?
Das hat sich im Gespräch mit meiner Bewährungshelferin ergeben. Es war ein wichtiges Anliegen für mich. Ich wollte endlich wieder frei atmen. Die vielen Schulden haben bei mir Überforderung verursacht und mich in ein Loch befördert. Ich hatte keinen Überblick mehr und wusste gar nicht mehr, wen ich als erstes kontaktieren sollte. Ständig kamen neue Briefe von Inkassounternehmen und zum Schluss habe ich die Briefe gar nicht mehr geöffnet.
Meine Bewährungshelferin hat meine Belastung wahrgenommen und mein Anliegen aufgegriffen.
Sie hat mir von der Möglichkeit der Schuldensanierung im Rahmen meiner Bewährungsstrafe berichtet und mich dabei unterstützt, es in Angriff zu nehmen.

Wie ist der hohe Berg Schulden entstanden?
Einige Dinge habe ich für meine Kinder gekauft, obwohl das Geld nicht da war. Aber meine Exfrau und ich haben oft auch sinnlos eingekauft.
Frau Thieme ergänzt, dass einige Schulden auch Folgen der Straftaten sind. So sind fast 7000 € Schulden aufgrund der Gerichtskosten entstanden.
Schulden auf die die Gläubiger lange warten müssten, denn zu holen ist bei Herrn C. nichts.

Warum war es Ihnen ein sehr großen Anliegen die Schulden loszuwerden, zu pfänden war bei Ihnen ja nichts?
Zum einen möchte ich keine Schulden hinterlassen. Ich bin ja auch schon 60 und meine Kinder sollen keine Schulden erben.
Außerdem möchte ich den Gläubigern und der Gesellschaft zumindest einen Teil der entstandenen Schulden zurückbezahlen. Ich möchte Verantwortung übernehmen und mich mit meinen Fehlern auseinandersetzen.

Wie läuft so eine Schuldensanierung ab? Was mussten Sie tun?
Zunächst mussten wir uns erst einmal einen Überblick über die Schuldensumme und die einzelnen Gläubiger machen. Alle Papiere ordnen, die einzelnen Gläubiger anschreiben. Und dann erstmal abwarten.
Außerdem habe ich mit monatlichen Raten eine Ansparsumme geleistet, mit der ich auch meine Zuverlässigkeit unter Beweis stellen konnte.

Wie ging es dann weiter?
Gemeinsam mit meiner Bewährungshelferin und der Mitarbeiterin des Resozialisierungsfonds bei der BGBW konnten zwei Sanierungen durchgeführt werden. Ich zahle nun monatlich von meinem geringen Einkommen das Darlehen ab. Die Briefe von Gläubigern oder deren Vertretern sowie Ankündigungen von Zwangsvollstreckungsmaßnahmen bleiben aus und ich nutze diese Chance, um bescheiden zu leben und sinnvoll einzukaufen. Es ist mittlerweile eine ganz andere Herangehensweise.

War es schwer für Sie, diese Unterstützung anzunehmen?
Zunächst schon. Man fühlt sich als Abschaum und schämt sich für die Schulden. Ich bin mit 1 Jahr ins Heim gekommen und habe immer alles selbst geregelt.
Aber später habe ich erkannt, dass vieles ohne professionelle Unterstützung nicht geht und man manchmal auch einen Tritt in den „Allerwertesten“ braucht, um etwas zu verändern.

Hat sich die Schuldensanierung auch auf andere Lebensbereiche ausgewirkt?
Definitiv. Ich habe wieder gelernt, selbstwirksam zu sein und mein Leben anders strukturiert.
Ich gehe viel laufen, male gern und schreibe auch an einem Buch. Ich möchte mit diesem Interview auf die Möglichkeiten aufmerksam machen und auch aufzeigen, wie sich die Bearbeitung von Schulden auf die Resozialisierung auswirken kann. Ich wünschte, dass viele Menschen auch solche Unterstützung erfahren könnten. Viele Menschen haben nur die Möglichkeit der Insolvenz und dies ist ein sehr langer beklemmender Prozess, bei dem die Gläubiger oft nichts bekommen.

Vielen Dank für das Interview.


» Endlich schuldenfrei fühlt sich sehr befreiend an für meine Klientinnen und Klienten, oder die Vorstufe davon: eine zeitnahe Perspektive für Schuldenfreiheit. Schulden sind im Gegensatz zu psychischen, psychosozialen oder sozialen Problemen eher greifbar und konkret, eine Hilfe anzunehmen fällt leichter.
Wer während der Bewährungszeit schuldenfrei geworden ist oder bald schuldenfrei wird, kann viel positives für die eigene Zukunft mitnehmen: Durchhaltevermögen, eigenen Widerständen standhalten, Hilfe annehmen, eigene Probleme selber lösen, Lösungen erarbeiten und vor allem Selbstwirksamkeit!
 «

Goran Topolic, Bewährungshelfer aus Freiburg
Bewährungs- und Gerichtshilfe
 Baden-Württemberg



Über die Stiftung:
Die Stiftung "Resozialisierungsfonds Dr. Traugott Bender" hilft überschuldeten, straffällig gewordenen Menschen aus Baden-Württemberg bei der Schuldenregulierung durch die Vergabe zinsloser Darlehen.
Gegründet wurde die Stiftung "Resozialisierungsfonds Dr. Traugott Bender" 1974. Sie ist eine gemeinnützige Stiftung des bürgerlichen Rechts. Stiftungsvorstand ist das Justizministerium Baden-Württemberg.

Ergänzende Informationen zur Stiftung und unseren Ansprechpartnerinnen finden Sie hier.


08. Oktober 2020 - Bewährungshilfe

Zahl der Unterstellungen sinkt


Im Jahr 2013 lag die Zahl der Bewährungshilfe unterstellten Personen noch bei 21.243 in Baden-Württemberg. Im Jahr 2019 lag die Zahl bei 17.077 Personen.
Entgegen der medialen Wahrnehmung geht die Zahl der Straftäterinnen und Straftäter zurück, dies ermöglicht der BGBW eine intensivere und wirkungsvollere Betreuung der uns unterstellten Personen zu realisieren. Unsere Arbeit ist eine wichtige Säule der Kriminalprävention.
Wir bei der BGBW beraten auf der Grundlage hoher, sich stetig weiterentwickelnder Qualitätsstandards unsere Klientinnen und Klienten in der Bewährungshilfe. Dabei steht die BGBW in engem Dialog mit Gerichten, Staatsanwaltschaften und Kooperationspartnern. Die Vermeidung neuer Opfer und der respektvolle Umgang mit allen Klientinnen und Klienten stehen in der Betreuung an oberster Stelle. Wir bauen darauf, dass jeder eine positive Entwicklung durchlaufen kann und die Chance dazu verdient.

Erfahren Sie hier mehr über die Arbeit in der Bewährungshilfe.


» Wir freuen uns, dass über 80 % unserer Klientinnen und Klienten die Chance ergriffen haben und mit unserer Unterstützung ihre Bewährungszeit im Jahr 2019 erfolgreich beenden konnten. «

Volkmar Körner, Vorstand der Bewährungs- und Gerichtshilfe
Baden-Württemberg


02. Oktober 2020 - Bewährungshilfe


Die Unterstellung von Jugendlichen ist eine besondere Aufgabe und unterscheidet sich zum Teil von der Betreuung von erwachsenen Straftätern. Für Jugendliche ab ihrer Strafmündigkeit (14-17 Jahre und Heranwachsende 18-21 Jahre*) wird Jugendstrafrecht (JGG) angewandt. Dahinter steht der Erziehungsgedanke.
Jugendliche müssen ihre Rolle im Leben und in der Gesellschaft finden. Die Persönlichkeit wird in dieser Zeit ausgebildet. Damit tut sich unser Klientel häufig noch schwerer als andere Jugendliche in dem Alter. Sie fühlen sich oft benachteiligt, ausgegrenzt und missverstanden. Das führt u.U. zu deviantem Verhalten über ein jugendtypisches "normales Maß" hinaus und mündet in Straffälligkeit.

Die Arbeit mit Jugendlichen ist sehr dynamisch, es passieren oftmals viele Veränderungen (Job, Schule, Beziehung, Probleme mit Eltern etc.) zeitgleich. Jugendliche sind betreuungsintensiver, auch weil Kooperationsarbeit mit anderen Beteiligten (Schule, Eltern, Jugendhilfe im Strafverfahren, Jugendamt etc.) besonders wichtig ist.
Das soziale Umfeld der Jugendlichen ist besonders wichtig und wird in die Betreuungsarbeit mit einbezogen.

*Hier kann je nach Entwicklungsstand auch Erwachsenenstrafrecht (StGB) angewandt werden.


» Besonders schön an der Arbeit mit Jugendlichen ist die oft sehr ehrliche Art und Weise der Klienten, es geschieht viel über Beziehungsarbeit und man erhält als Bewährungshelfer oft die Autorität ein Ratgeber zu sein, weil sonst Ansprechpartner mit gutem Rat fehlen (in allen Lebenslagen und Fragen). Jugendliche sind oft auch dankbarer für die Arbeit, die man tut. Das gibt mir Antrieb. «

Ellen Sophia Engbrecht, Bewährungshelferin


» Jugendliche haben mit unserer Hilfe die besten Erfolgsaussichten, eine Bewährung erfolgreich zu überstehen und sich in die Gesellschaft zu integrieren. «

Thomas Eisenhofer, Bewährungshelfer


18. September 2020 - Bewährungshilfe

Erfolgreiche Bewährungszeit in 2019


"81,53 % unserer Klientinnen und Klienten durchliefen 2019 ihre Bewährungszeit im Kontext der Straf- und Strafrestaussetzung erfolgeich."

Wir setzen uns für die Resozialisierung ein. Jede erfolgreich durchlaufene Bewährungszeit macht unsere Gesellschaft ein Stück sicherer, verhindert neue Opfer und gibt unseren Klientinnen und Klienten eine neue Perspektive.


09. September 2020

Resozialisierungshelfer auf vier Pfoten

Unsere Bewährungshelferin, Sina Walter, hat sich in ihrer Bachelorarbeit mit der Anwendung der hundegestützten Therapie und dem Nutzen der positiven Aspekte alleine schon durch die Anwesenheit von Hunden beschäftigt. Nun ist es ihr ein Anliegen, dies auch im Rahmen ihrer Tätigkeit als Bewährungshelferin umzusetzen. Sie berichtet uns von ihrer Liebe zu den Tieren und dem Ziel die hundegestützte Intervention in ihre Arbeit mit Straffälligen zu integrieren:

"Nach meinem Jurastudium habe ich mich für die Arbeit in der Straffälligenhilfe entschieden und aus diesem Grund noch ein Duales Studium bei der BGBW in Konstanz absolviert. Seit meinem Abschluss im Jahr 2019 bin ich in der Einrichtung Reutlingen und seit April 2020 in den Außensprechstunden Rottenburg und Hechingen als Bewährungs- und Gerichtshelferin tätig.

Schon seit meiner Kindheit liebe ich Tiere und bin mit diesen aufgewachsen. Deshalb lag es für mich nahe, für meine Abschlussarbeit die Bereiche Straffälligenhilfe und Arbeit mit Tieren zu kombinieren.
Bei meiner Recherche bin ich auf unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten gestoßen, die bereits umgesetzt werden. Angefangen bei Hühnern in der JVA Ravensburg, über die Ausbildung von Blindenhunden in der JVA Hahnöfersand, bis hin zum Einsatz von Hunden und Pferden in der JVA Adelsheim im Projekt: „Resozialisierungshelfer auf vier Pfoten".
Mein Ziel war es, die Auswirkungen des Einsatzes von Tieren näher zu beleuchten und so entschied ich mich, dank der Unterstützung aus Adelsheim, für eine teilnehmende Beobachtung vor Ort.
Die Arbeit „Resozialisierungshelfer auf vier Pfoten" beschäftigt sich mit den Auswirkungen hundegestützter Interventionen auf die Emotionsregulation bei Insassen der JVA Adelsheim. Durch die Auseinandersetzungen mit den theoretischen Wirkmechanismen, den beobachteten, positiven Effekten aus meiner Arbeit und den weiteren Studien habe ich mich gefragt, warum diese Art der Intervention in der ambulanten Straffälligenhilfe noch keinen Platz gefunden hat.
Meine weitere Recherche brachte mich schließlich zu der freien Straffälligenhilfe und der PräventSozial gGmbH, die schon seit über einem Jahr mit dem Therapiehund „Watson" arbeiten und positiv darüber berichten. Aktuell wird das Projekt weiter ausgebaut. Ich habe mich einem thematischen Arbeitskreis angeschlossen und den Fachtag „Tiergestützte Interventionen im Strafvollzug" besucht, um den Erfahrungsaustausch, gerade in der Straffälligenhilfe und den nahestehenden Bereichen, zu etablieren.
Mein „Herzensprojekt" habe ich dann meiner Einrichtungsleiterin vorgestellt und nun im Rahmen der Agilität (s.u. Erläuterung) ein kleines Projekt ins Leben gerufen und werde mich nun intensiv mit der Umsetzung im Rahmen der Betreuung unserer Klientinnen und Klienten auseinandersetzen.

Mittlerweile habe ich mir auch den bis dato noch unterfüllten Traum eines eigenen Hundes erfüllt. So ist seit Anfang Mai die mittlerweile acht Monate alte Mischlingshündin Pebbles aus Spanien (aus dem Tierschutz) bei mir eingezogen.
Nicht nur ich war von der Idee begeistert, deshalb musste ich nicht lange suchen, um zwei weitere Mitarbeiterinnen als Mitstreiterinnen zu finden. Mit von der Partie ist zum einen Stephanie Ginter mit ihrem fünf Jahre alten Wäller Harri. Ihr Rüde begleitet sie bereits seit einer Weile bei der Arbeit. Bisher noch nicht als „Resozialisierungshelfer“, doch einige positive Aspekte wurden bereits sichtbar, welche durch eine konzeptionelle und zielgerichtete Arbeitsweise noch mehr zu Tage treten sollen.
Evelyn Risow aus der Einrichtungszentrale Reutlingen und ihre vierzehn Wochen alte Berner Sennenhündin Vaiana unterstützen uns ebenfalls. Beide sind noch neu in der Materie und streben, genau wie wir, ab dem fünfzehnten Lebensmonat der Hunde die Begleithundeprüfung an.

Alles in allem sind wir noch in den Kinderschuhen. Ein Hygienekonzept liegt bereits vor. Als nächste Schritte stehen die Konzeptentwicklung und die Evaluation der bisherigen Arbeit auf dem Plan. Weiter werden wir drei im Herbst einen Fachtag gemeinsam mit den Kollegen und Kolleginnen von PräventSozial gGmbH besuchen. Wir freuen uns, dass die BGBW uns unterstützt und wir weiter an unser Vision arbeiten können."

Erläuterung: Bei der Bewährungs- und Gerichtshilfe Baden-Württemberg wurden agile Methoden implementiert - mit dem Ziel die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter noch mehr einzubinden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können so ihre Ideen einbringen und Projekte ins Leben rufen.
Sie arbeiten dann gemeinsam mit interessierten Kolleginnen und Kollegen an sogenannten „Sets", um Ihre Projekte zu verwirklichen und unsere Dienstleistung zu verbessern.


18. August 2020​

Corona und die Auswirkungen auf die psychische Gesundheit


Die Kontakte sind reduziert, der Club ist geschlossen, Zuhause geht es drunter und drüber und das Einkaufen und der Besuch im Fitnessstudio sind nicht mehr so, wie sie einmal waren. Überhaupt ist nichts mehr wie es einmal war. Das ganze Leben hat sich nahezu grundlegend verändert.
Das alles ist schon belastend genug, wenn jedoch dazu auch noch Geldsorgen durch Jobverlust kommen, Wohnungsnot, eine Suchtproblematik oder sich die Einsamkeit durch die Kontaktreduktion breitmacht: Dann ist das für viele Menschen eine große psychische Herausforderung.

Das Bundesministerium für Gesundheit hat einige Informationen zusammengetragen, um in Zeiten der Pandemie die psychische Gesundheit der Menschen zu unterstützen.
Einige Tipps, um künftig mit belastenden Situationen besser umzugehen erhalten Sie hier

Auch wir als BGBW sind für unsere Klientinnen und Klienten da und stehen ihnen in dieser Zeit unterstützend zur Seite.

Bitte wenden Sie sich bei Bedarf an Ihre Bewährungshelferin oder Ihren Bewährungshelfer in unserem Hause. Kontakt


16. März 2020 - COVID-19-Pandemie

Aktuelle Information aufgrund COVID-19

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen zu COVID-19 hat die BGBW umfangreiche organisatorische und personelle Maßnahmen ergriffen, die in allen Einrichtungen umgesetzt wurden.

Es geht darum, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen und hierzu notwendige Sozialkontakte zu reduzieren.

In den Dienststellen der BGBW finden ausschließlich geplante Klientenkontakte (unter bestimmten Hygienevorkehrungen) statt. Wartesituationen der Klienten in den Räumen der BGBW werden vermieden. Alle Besprechungen, Veranstaltungen und sonstige Termine sind bis auf Weiteres abgesagt. Ausgenommen sind nur solche, die zur Fortführung des Dienstbetriebes zwingend notwendig sind.

Für weitere mögliche Fragen stehen wir Ihnen gern jederzeit zur Verfügung.

Wir bitten Sie für diese Maßnahmen um Ihr Verständnis. Bleiben Sie gesund!

Sie haben einen Termin mit Ihrer*m Bewährungshelfer*in?

Coronavirus in Baden-Württemberg

Das neuartige Coronavirus breitet sich weiter im Land aus. Die Situation ändert sich von Tag zu Tag.

Aktuell informiert bleiben Sie unter: https://sozialministerium.baden-wuerttemberg.de/de/startseite/

Situation in Deutschland

Ausführliche Informationen zur
Ausbreitung in Deutschland und
weltweit erhalten Sie auf den
Seiten des Robert Koch Instituts:

https://www.rki.de/DE/Content/
InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV.html

24. März 2020

Wir bedanken uns!

In Zeiten der sich rasant ausbreitenden Pandemie liegt der allgemeine Fokus auf den Entwicklungen rund um das Coronavirus. Für unsere Klientinnen und Klienten kommt diese Krise zu oftmals bereits vorliegenden Problemen hinzu. Deshalb ist es uns auch gerade in dieser Zeit wichtig, dennoch für sie da zu sein und erreichbar zu bleiben.

Kontakt

Wir bedanken uns bei unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die Kreativität und Flexibilität um die Funktionalität in unseren Tätigkeitsfeldern zu gewährleisten. Danke auch für die Verantwortlichkeit gegenüber unseren Klientinnen und Klienten!

Bitte bleiben Sie alle gesund!


Rückblick 2019

Trauer um Landtagsabgeordneten

Neujahrsgrüße aus der Politik

„Die Balance zwischen Distanz und Nähe“

Ehrenamt-Messe 2019

Tag des Ehrenamts 2019

Tigers Career Day 2019

Täter-Opfer-Ausgleich auf dem Weg

Rückblick 2018

Erneut Delegation aus Südkorea bei der BGBW

Täter-Opfer-Ausgleich - Offener Brief

Materialien - Leichte Sprache

Bachelorarbeit - Übergang von Freiheit in Haft

Landesweite Ehrenamtsvertretung gegründet

Delegation aus Südkorea bei der BGBW

Tigers Career Day 2018 - Karrieremesse mal anders

Fachkonferenz in Stuttgart

Ehrenamt in der Bewährungshilfe - vielfältig und herausfordernd!

Karrieremesse mal anders - Tigers Career Day

Fachtag der Einrichtung Karlsruhe - "Sucht und neue Drogen"

Rückblick 2017

Pressemitteilung 02/2017

Die BGBW goes Social Media

Ehrenamt in der Bewährungshilfe - Interview

1. Heidelberger Engagement

Führungswechsel bei der BGBW in Rottweil

Pressemitteilung des Ministeriums der Justiz und für Europa vom 04.01.2017

Bewährungs- und Gerichtshilfe Baden-Württemberg

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